Erhabene Nieten im Modellbau

Neben dem Nietenrad gibt es noch eine einfache Methode, Nieten an Teilen des Modells, hier eine Wand des Fahrwerksschachtes, her zustellen.

Die einfachste Möglichkeit, die mir eingefallen ist, ist einen Schacht in Einzelwände zu zerlegen, und diese aus Aluminium herzustellen, aus welchem die Nieten von Hinten eingedrückt werden. Damit das Endteil genügend steifheit aufweist, klebe iches zum Schluß noch auf ein 0,5mm dickes Plastikstück mit Sekundenkleber.

Doch fangen wir an mit den Vorarbeiten.
Bevor ich das eigentliche Teil herstelle, muss ersteinmal eine Vorlage erstellt werden. Meistens gibt es im Internet jede Menge Referenzmaterial.

Ich zeichen in einem Vektorpogramm ( Freehand oder Illustrator) ert eimal die Maße auf.
Danach vervollständige ich die Zeichnung mit den Nietreihen.
(Ein Artikel zu dieser wirklich einfachen Arbeit kann ich auch noch schreiben, wenn gewünscht.)

Wichtig ist − das habe ich am Anfang immer vergessen, das das Teil zum Schluß gespiegelt werden muss, da wir ja von Hinten die Nieten reinstechen.
Im ersten Bild kann man die gespiegelte Vorlage sehen, ich habe das Bild erst nach dem "Nieten" gemacht, daher ist es schon auf das Originalmaß beschnitten, im zweiten Bild sieht man die Vorlage, darunter ein Stück Alu ( man sieht es nur an dem Knick), welches mit Tape von hinten an der Vorlage angebracht wurde. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Tape nicht in den Bereich geklebt wird, in dem hinterher genietet wird, da sonst sich das Blech total verformt und die Nieten ungleichmässig werden.

Mit dem "Nieter" − ein Teil aus einem alten Zikelkasten geht es nun ans Nieten. Wichtig ist, das der Druck immer der gleiche ist. Ich lege mir ein Stück plastiksheet unter das Blech, da der Eindruck durch das Plastik recht gut zu steuern ist. Wenn zu stark aufgedrückt wird, gerät die Nadel durch das Blech, und es muss später die Niete wieder mit einem kleinen Klecks sekundenkleber verschlossen werden. Ich bevorzuge allerdings das gesamte Teil neu anzufertigen, da beim Duchbruch auch die Niete merklich größer wird.

Hier erkennt man deutlich die Klebung am Rande.
Das Teil ist fertig genietet und wartet nun darauf entlang der aussenlinie mit einem Cutter angeritzt zu werden, um dann mit einer Zange vorschichtig abgebrochen zu werden.
( Bei mir reicht ein Auf− und Abbiegen, und es löst sich)
Zum Schluß nocheinmal das Endresultat, ich habe es gerade eben in 10 Minuten gestochen, und dabei nicht so sehr auf korrekte Reihen geachtet.
Das entstandene Teil sieht nur jetzt etwas krum aus, da es sich immer verzieht, wenn es auf einem Stück Plastik geklebt ist, ist es wieder glatt wie zuvor.

Wer kleinere Nieten braucht sollte es mit einer Nähnadel versuchen, damit habe ich auch schon gute Erfahrungen gemacht.


Viel Spaß am Nieten!
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