JETZT WIRD VORGELESEN! Bundesweiter Lesetag macht Lust auf Bücher…

Die Hamburger Bundestagsabgeordnete Aydan Özugus hat sich beim Lesetag 2012 mit einem ihrer Hauptanliegen − der Integration − an die jungen Zuhörer gewandt. Sie wählte hierfür ein Buch, das sich auf ganz persönliche Weise mit diesem Thema und den Problemen auseinander setzt.

ZULETZT WAR ES IM NOVEMBER 2012, als in ganz Deutschland vorgelesen wurde! Das ist doch nichts Besonderes, meinen Sie? Da mögen Sie recht haben…. zur Gute−Nacht−Geschichte−Zeit am Abend. An diesem Tag aber handelte es sich um den „bundesweiten Vorlesetag“ an dem sich etwa 40.000 (!) engagierte Vorleser beteiligten.

DIESE BEEINDRUCKENDE AKTION geht aus einer Initiative der Wochenzeitung „Die Zeit“, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn hervor. Kinder und Jugendliche sollen auf diese Weise die Lust am Lesen neu entdecken oder vertiefen, wieder zuhören lernen, zu träumen, staunen und auch zum Nachdenken angeregt werden.

IM NOVEMBER 2012 hatte die Kinder− und Jugendpsychiatrische Abteilung des Kinderkrankenhauses Wilhelmstift in Hamburg die Hamburger Bundestagsabgeordnete Frau Aydan Özuguz als „Vorleserin“ zu Gast.Mit türkischen Wurzeln in Hamburg geboren ist die Stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD besonders an dem Thema Integration interessiert. So wählte sie für ihre Lesung das Buch „Neger, Neger, Schornsteinfeger“ von Hans−Jürgen Massaquoi.
Frau Özugus hatte aus der Autobiografie des Hamburgers mit liberianischen Wurzeln ganz bewusst eine Textstelle ausgesucht, in der beschrieben wird, wie sich die Titelfigur Hans als kleines Kind fühlte: „…dass ich als Kind in dem Glauben lebte, etwas ganz Besonderes zu sein…“ Eine sehr kluge Wahl für ihr Publikum. Denn die Jugendlichen im Wilhelmstift haben ja alle ihre besondere Geschichte. Es ist nicht verwunderlich, dass sie sich, auf diese Weise angesprochen, sofort verstanden fühlten. Konzentriert und aufmerksam verfolgten die Zuhörer jedes Wort.

NACH DER LESUNG erzählte Frau Özuguz ergänzend sehr offen und freundlich von ihren persönlichen Erfahrungen mit Rassismus – auch der positiven Art. Sie versuchte die jungen Zuhörer und Gäste zu motivieren, eine Diskussion zu starten. Aber obwohl es im Nachhinein interessante Äußerungen zu dem Event gab, nutzten nur wenige Jugendliche diese Möglichkeit. Verständlich, denn es erfordert natürlich schon ein wenig Mut, sich vor allen zu „outen“. Dennoch war zu spüren, wie sehr es die Jugendlichen beeindruckte, daß sich eine Politikerin zu ihnen auf den Weg gemacht hatte um sich auch ihren Problemen zuzuwenden.

EINES IST WOHL SICHER: Das war zwar die erste, aber bestimmt nicht die letzte Lesung im Wilhelmstift in Hamburg−Rahlstedt!
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