Spaß an neuen Wegen. Fotografieren unter Wasser

Unterwasserfotografie light – mit Digicams
Eine einfache Möglichkeit unter Wasser zu fotografieren.

Fotografieren im Urlaub, bei Ausflügen, am Wochenende und wann immer ein Motiv wahrgenommen wird, ist im beginnenden Zeitalter der digitalen Fotografie fast schon eine Selbstverständlichkeit.

Eine Digicam ist billig oder mindestens preiswert, das Fotografieren kostet praktisch nichts, weil die Aufnahmemedien vielfach wiederverwendbar sind und in der Regel auch große Fotomengen pro Speichereinheit zulassen.

Auch für nicht sehr ambitionierte Hobby–Schnappschuss–Fotografen ist die Nutzung der Kamera am Strand, im Schwimmbad oder bei Sturm und Regen ein Wunsch, der mangels Schutz der Kamera oft schwer umzusetzen ist.

So war es auch bei mir! Fotografieren am Strand und beim Schwimmen würde die empfindliche Elektronik der Kamera gefährden. Und dann war da noch der latente Wunsch vielleicht auch unter Wasser fotografieren zu können.

Kurzer Check im Internet, in Fotogeschäften – weil anfassen können, ist noch immer besser als nur anzuschauen – und es gab eine Fülle von Möglichkeiten der Kamera entsprechenden Schutz zu verpassen.

Aaaaaber, die Gehäuse waren auch ganz schön teuer.
Sicher eine Ausgabe, die in Ordnung geht, wenn danach entsprechend häufig, oder mit teuren Kameras im nassen Element Bilder gestaltet werden.

Also doch keine preiswerte Möglichkeit diesen Wunsch zu realisieren? Früher mit unseren ersten analogen Einfachkameras gab es doch auch billige Möglichkeiten, zum Beispiel in einem Plastiksack verpackte Kamera und dann (allerdings mit vollem Risiko) ins Wasser und fotografiert, was die Kamera hergab. Dann warten, bis der Film entwickelt war und vielfach die große Enttäuschung über das Resultat.

Sollte digital doch alles besser sein, oder?
Es gab da schon einige Angebote. Kamera in Plastikhülle verschließen und dann ins Wasser. Die Produkte sahen aber gar nicht vielversprechend aus. Aber der Wunsch war da und verlangte dringend nach einer Umsetzung. So ein „Sack“ musste her!.
Ich fand eine Hülle, der ich wegen des besonders sicheren Verschlusses mein Vertrauen schenkte und für EUR 11,50 erwarb.

Noch drei Wochen bis zum Urlaub – schon mal in der Badewanne auf Dichtheit geprüft und für eher sicher befunden. Dann ging es los.

Gleich beim ersten Gang in den hauseigenen Pool (20 x 18 Meter) die Kamera in den Beutel und erste Versuche gemacht.
Das erste Bild! Kameralinse halb im Wasser, Fliesen unter Wasser im Bild und die Sonnenanbeterinnen im Hintergrund sind auch schön scharf!.
Blende 8, 1/100 sec, 6,3mm digital = 38mm analog.
Dabei stellte ein völlig übersehenes Manko alle Versuche infrage: Ohne Brille geht das nicht. Unter der Taucherbrille nicht zu realisieren, optisches Glas für eine Unterwasser–„Lesebrille" lohnt nicht. Also mit dem Problem leben, oder alles zu lassen.

Selbstverständlich Ersteres.
Daher Kamera in den Sack und runter ans Mittelmeer.

Das Display im Auge, Richtung und Winkel zu den Fischen schätzen und dann den Auslöser betätigen. Mit Blitz und ohne Blitz fünf sechs Aufnahmen geschossen. Zurück zum Strand, Brille auf und im Display die geschossenen Bilder angeschaut.

Das gewünschte Motiv war im Bild, die Farben aber recht dürftig – sehr blaustichig! Aber wozu gibt es eine Nachbearbeitung im Computer?

Also weitere Bilder geschossen und auf eine gute Nachbearbeitung gehofft.
Linkes Bild – das Original, Belichtung automatisch (Blende 3,4 / 1/65 sec.) – Rechtes Bild nach Tonwertkorrektur und Farbausgleich über Farbbalance.

Wieder zu Hause dann Photoshop angeworfen und das Material bearbeitet.
Das Ergebnis war – für einen ersten Versuch – recht ordentlich!

Mit einem sehr geringen Einsatz konnte ich eine neue Dimension meiner privaten Fotoaktivitäten öffnen, die beim nächsten Mal nach mehr Praxis und attraktiven Ergebnissen rufen.
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