Kalimera Kreta!

Einzigartig in Griechenland, hohe Berge, tiefe Schluchten, abgelegene Höhlen, einsame Strände und eine Geschichte, die berührt.

Rundreise – 1. Teil:
Iráklion – Lassithi Hochebene – Agios Nikolaos – Spinalonga

Die Kreter sind ein sehr selbstbewusstes Völkchen und sehr stolz auf ihre schöne Insel. Sie sind Griechen, aber in erster Linie sind sie Kreter. Wenn Sie mich jetzt fragen, was mir an Kreta so gut gefällt, dann sage ich Ihnen ganz ehrlich, es ist nicht unbedingt der touristische Norden, obwohl es hier wunderschöne Orte, Hotels und Strände gibt, sondern ganz besonders das zum Teil sehr raue Bergland mit Bergspitzen bis knapp unter 2.500 Metern über dem Meer und der ländliche Süden. Haben Sie Lust, dann kommen Sie doch mit auf meine Kreta−Reise durch die Mitte der Insel. Lassen Sie uns die Reise in Iráklion starten, gleich in der Nähe des Flughafens und beenden Sie mit mir die Reise in Knossos, wiederum in Iráklion.

Ein Besuch im Meeresaquarium bei Iráklion ist nicht nur etwas für Kinder. Auch als Erwachsener kommt man aus dem Staunen nicht raus. Das Aquarium zeigt mehr als 2.500 Fische und ca. 200 der unterschiedlichsten Arten der Unterwasserwelt des Mittelmeeres. Vom großen Jäger bis zu den kleinsten Seepferdchen.
Die verspielten, mystischen Bewegungen der Meeresquallen sind ein seltsam anmutendes Schauspiel, für eine stundenlange Betrachtung geeignet.

Nach einem ausgiebigen Aquariumsbesuch schmeckt die regionale Kretaküche am besten. Das Essen wird in Kreta immer zu einer geselligen Angelegenheit, also Freunde mitnehmen. In großen fröhlichen Tischgemeinschaften genießt man in den gemütlichen idyllischen Tavernen ein gemeinsames Mahl. Der Ober bringt alle Gerichte auf einmal, egal ob Vorspeisen, Hauptgerichte oder Salate. Meist werden die Tische dick beladen, so dass der eigene Teller schier keinen Platz mehr findet. Dazu empfiehlt sich der offene Landwein, der in kleinen Wassergläsern serviert wird. Ach ja, zum Abschluss eines typischen Kretaessens gehört unbedingt der Tsikoudia (Raki), ein schier unvermeidliches Getränk in Kreta. Es gibt diesen Tresterschnaps zur Begrüßung, zum Abschied und nach einem guten Essen. Also dann, zum Wohl: „Stin ijia mas!“

Über Serpentinen geht’s zum nächsten Reiseziel, der auf rd. 850 m gelegenen Lassithi Hochebene inmitten des Dikti−Gebirges. Das Plateau ist ein wichtiges Anbaugebiet der kretischen Landwirtschaft. Bekannt durch seine zahlreichen Windmühlen, die im Sommer bespannt werden, um das Grundwasser zur Bewässerung hochzupumpen. Gottvater Zeus wurde hier oben in einer Tropfsteinhöhle geboren. Ein Kultort schon 2000 vor Christus. Den Aufstieg zur Höhle kann man zu Fuß machen oder auf dem Rücken eines Maultieres.

Nun, wir haben uns zur Weiterfahrt nach Agios Nikolaos entschieden. Hier nehmen wir das Linienboot zur Insel Spinalonga, traumhaft gegenüber von Elúnda gelegen

Die bedeutende Festung auf der Insel wurde 1579 von den Venezianern erbaut. An ihr scheiterten die türkischen Angreifer im 17. Jahrhundert. Für die Kreter bedeutete dies damals eine Zuflucht vor den neuen und gefürchteten Herrschern. Ein politischer Schachzug und Vertrag brachte die Insel trotzdem 1715 in türkischen Besitz.

1903 richteten die Kreter auf dieser Insel eine Leprastation ein. Die „Ausgestoßenen“ waren auf sich selbst gestellt. Mühsam errichteten sie sich eine eigene Dorfgemeinschaft. Beim Gang über die Insel und durch diese Häuser, die bis 1957 von Leprakranken bewohnt wurden, spürt man ein seltsames Gefühl. Trotz der schaurigen Geschichte dieser Insel ist man hin und her gerissen von der Schönheit der grandiosen Küstenlandschaft. Der Weg um die Insel ist rd. 1 Kilometer lang.


Weiter geht die Reise im Teil 2 nach Matala, Agia Galina, Arkadi und Knossos.
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