Das Salzkammergut, eine Zeitreise durch 7000 Jahre

Eine der schönsten Gebirgslandschaften mit Gletscher und eisigen Höhlen, tiefblauen Bergseen – einer Kulturlandschaft, die 1997 als UNESCO−Welterbe aufgenommen wurde, das ist das Salzkammergut. Die Salzgewinnung, das weisse Gold von Hallstatt, geht auf die Bronzezeit zurück und bedeutete Reichtum für die Region. 1846 wurde ein Gräberfeld, aus der Zeit 750 – 500 v. Chr. mit kostbaren Grabbeigaben entdeckt, die diesen Wohlstand belegen. Die kostbaren und einzigartigen Funde der europäischen älteren Eisenzeit, geben dieser Epoche den Namen »Hallstattzeit«.
Am besten beginnt man die historische Begegnung in der Weltkulturerbestadt Salzburg Diese Stadt an der Salzach ist ein großes Museum unter freiem Himmel, ein äußerst lebendiges. Die Stadt ist Musik, von Wolfgang Amadeus Mozart bis zur singenden Trapp−Familie, die durch das Musical und den Film »Sound of Music«, der mit 5 Oscars ausgezeichnet wurde Weltruhm erlangte. Wer kennt diese Schöne der Alpen, man darf sagen Europas, wohl nicht? Salzburg erkunden heißt früh aufstehen und sich Zeit nehmen für einen ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt. Gemütlicher geht es mit der Pferdekutsche, die am Residenzplatz für die Besucher bereit steht. Zu Zeiten der Römer hieß die Stadt noch »Juvavum«. Die Illyrer gaben der Ansiedlung den Namen, den die Kelten und Römer beibehielten. Der Bedeutung des Namens »Sitz des Himmelsgottes« ist nichts mehr hinzuzufügen. 1997 wurde Salzburg zum Weltkulturerbe erklärt. Von der Romanik bis Barock hat die Bistumsstadt alle Schätze vereint: die Festung Hohensalzburg (1077), eine Residenz, einen prächtigen Dom (erste frühbarocke Kirche nördlich der Alpen, 1614−28; Tipp! Dom−Museum), das Stift St. Peter (690, malerische Lage des alten Friedhofs St. Peter), ein Schloss (Mirabell in der Neustadt), ein Festspielhaus (ein kleines und ein großes), eine Felsenreitschule, eine Shoppingmeile, die Getreidegasse und vieles mehr…
Um ins Salzkammergut zu gelangen, verlassen Sie Salzburg gen Ost, über Hof bei Salzburg und erreichen den kitschig−romantisch in dichten Fichtenwäldern ruhenden, smaragdgrünen Fuschlsee. Am Westufer erhebt sich auf einer Anhöhe, das Jagdschloss der Salzburger Erzbischöfe aus dem Jahre 1450 (heute ein Hotel). Der See, eine Postkartenidylle im wahrsten Sinne und Ruhe ausstrahlend. Am Ostufer liegt Fuschl, ein kleiner Badeort mit großer Urlaubsvielfalt. Das Golf− und Wellnesshotel Ebner’s Waldhof am See ist der absolute Geheimtipp für Urlaubsgenießer und Erlebnisurlauber. Information und Buchung über Relais und Alpen.
St. Wolfgangs viel besungene Legende ist das Weisse Rössl. Die Operette, komponiert von Ralph Benatzky verhalf dem idyllisch gelegenen Ort zu Weltruhm. Seine Entstehung verdankt es dem Konflikt zwischen Wolfgang, Bischof von Regensburg (972 – 994) und dem bayerischen Herzog. Wolfgang zog sich in die Einsamkeit des bewaldeten Nordufers als Einsiedler zurück und erbaute ein kleines Kirchlein. Die Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einem künstlerischen Juwel. Beispielhaft der gotische Flügelaltar von Michael Pacher (1481) sowie der prunkvolle Barockaltar von Thomas Schwanthaler (1676) im Mittelteil der Kirche. 1873 fuhr der erste Rad− dampfer »Kaiser Franz Josef« über den See, die Sommerfrische setzte ein. 1893 wurde am 1. August nach einigen finanziellen Anlaufschwierigkeiten die Zahnradbahn auf den 1.732 Meter hohen Schafberg eingeweiht. Bis heute fährt die Bahn nicht elektrisch. Die Dampfloks bringen schnaufend die Fahrgäste in einer nostalgischen Fahrt zum Gipfel.
Die Kaiserstadt Bad Ischl mit der Kaiservilla.
Kaiser Maximilian I. verlieh Ischl im Jahre 1514 das Recht zum Salzhandel, ein Sudhaus wurde gebaut und die Stadt kam zu Wohlstand. Maximilian war es aber nicht, der für das touristische Anhängsel »Kaiserstadt« gesorgt hatte, das kam erst später. Der Wiener Arzt Dr. Franz Wirer empfahl der Erzherzogin Sophie nach sechsjähriger kinderloser Ehe in Ischl kuren zu gehen. Die erfreuliche Folge war die Geburt von vier Buben, genannt die »Salzprinzen«. Das Sole Kurbad war geboren. Der älteste der Prinzen, Kaiser Franz Joseph I. verbrachte hier 60 Jahre lang die Sommerfrische und regierte das Land in den Sommermonaten aus Ischl. Die schöne Monarchin Sisi war nach der Traumhochzeit 1854 an seiner Seite und Stammgast in Ischl. 500 Meter von der Kaiservilla entfernt im Wald, schuf Sisi für sich ein kleines Teehaus, ihr Marmorschlössl (heute Fotomuseum), für den Rückzug vom Hof.

Von der Kaiserstadt aus erreicht man heute über Bad Goisern und einem langen Tunnel das kleine Dorf am gleichnamigen malerischen See, eingezwängt in die Enge zwischen See und Berg. An manchen Tagen erscheint die Szenerie düster mit den hoch aufragenden Felsen, am knapp 8 km Meter langen See mit einer Breite von etwa 1−2 km. Bis Ende des vergangenen Jahrhunderts war Hallstatt nur über den See oder über einen Saumpfad erreichbar. Überragt wird der See vom Dachstein mit seinem Gletscher. Der höchste Gipfel, der Hohe Dachstein zählt 2.995 Meter über dem Meer. Die 1897 entdeckten riesigen Höhlen aus ewigem Eis sind in den Sommermonaten mit der Seilbahn ab Obertraun und einem kurzen Fußweg von der Schönbergalm gut erreichbar.
Vor rd. 2.500 Jahren wurde in Hallstatt schon Salz zu Tage gefördert. Allerdings weisen Funde, z.B. ein Schuhleistenkeil aus der Jungsteinzeit (Neolithikum) darauf hin, dass das Salz bereits 5000 vor Chr. hier von Bedeutung war. Die Ausgrabungen eines Gräberfeldes auf dem Salzstollen mit nahezu 2000 Gräbern, belegen den Reich− tum der Kelten. Kostbarkeiten aus Gold, Bernstein und Schmuckwaffen wurden den Toten im Zeitraum von 800 – 400 vor Chr. mitgegeben und zeugen von einem Handel größeren Ausmaßes. Diese bedeutenden Funde belegen eine einst hohe Kultur und geben dieser Epoche den Namen Hallstattzeit.
Gmunden am Traunsee
Der einstige Salzhandel prägte die heutige Kurstadt, die zur Wende zum 20. Jahrhunderts die euro− päische Adelselite zur Sommer− frische beherbergte. Schlösser und Villen zeugen rund um den See von der mondänen Vergangenheit.
Einladend sind die Seepromenade mit Schiffsanlegestelle und der Rathausplatz mit seinem schmucken Renaissance−Rathaus mit Keramik− glockenspiel aus der Gmundner Keramik−Manufaktur, die zurückgeht auf die alte Hafnerzunft im 17. Jahrhundert.
Das Land− und Seeschloss Ort auf einer Halbinsel im See gelegen, erreicht man über einen Holzsteg. Bei einem Schlossrundgang findet man aber nicht die schmucken Räume des TV−Serien−Hotels, sondern furchteinflössende Kerker…
Die österreichische Dampfschifffahrt begann hier am Traunsee. Der Raddampfer »Gisela«, Baujahr 1871, wurde nach der Tochter des Kaiserpaares Sisi und Franz benannt. Er geht auch heute noch auf große Seefahrt, ab Gmunden Rathausplatz. Nicht erschrecken, wenn Sie durch die Gmundner Gassen bummeln, hier fährt seit 1894 auch eine Straßenbahn durch.
Wenn Sie lieber Leser mehr über die Historische Route im Salzkammergut lesen und erleben möchten, finden Sie alle notwendigen Informationen unter www.relaisundalpen.com
Diesen Artikel empfehlen bei:
 
  Kommentare  
Es sind noch keine Kommentare vorhanden. Um diesen Artikel zu kommentieren und zu bewerten, melden Sich sich einfach an.
Wir übernehmen keinerlei Verantwortung für enstandene Schäden beim Befolgen des Inhalts der Themen, Anleitungen oder Tipps.
home
  Login  
 
  Top24  
IMPRESSUM NUTZUNGSBEDINGUNGEN KONTAKT