Ein rotes Bett und Feuerzauber im Weissen Rössl anno 1480
− den Vinschgau mit allen Sinnen erleben!

Für uns war es wie eine unvergessliche Romanze, im Historischen Hotel Weisses Rössl ein paar Tage Urlaub zu machen.
Malerisch und wie vergessen liegt es da, das kleine Dörfchen Lichtenberg, zwischen Prad und Glurns, fernab des Trubels. Lebhafter wird es dann im Rössl, das mit seiner hervorragenden Küche und einem 3−Loch Trainingsgolfplatz, dem Golf Amphitheater Schloss Lichtenberg die Gäste verwöhnt. Ja, ein Schloss gibt es auch, besser gesagt eine Ruine. Immerhin die größte und mächtigste Südtirols, ehemals im Besitz der Grafen von Tirol. Markant: das Dorf und sein historisches Weisses Rössl – imposant die Natur und Kultur rundherum.

Schon die Fahrt in den Süden über den Reschenpass mit seiner versunkenen Kirche im See hat mich begeistert. Der majestätische Rundumblick, wenn man über die Malser Heide kommend auf die höchsten Gipfel der Südtiroler Alpen blickt, dem König Ortler. Das Bergmassiv mit seinen gut Tausend weiß glänzenden Graten und himmelstürmenden Gipfeln. Von hier sind es dann nur noch wenige Kilometer durch Mals und das Mittelalterstädtchen Glurns und wir haben das Hotel Weisses Rössl erreicht. Der Empfang war sehr herzlich und familiär von Gastgeber Bernhard Tschenett und seinem Rösslteam.

Es gibt wohl nicht viele Enthusiasten, die dem Beispiel von Bernhard Tschenett folgen würden. In dreijähriger, harter und kostenintensiver Arbeit hat er den elterlichen, dem Verfall preisgegebenen Gastbetrieb aus dem 15. Jahrhundert mit viel Eigenengagement und Liebe zum Detail zu neuem Leben erweckt. Nach mehr als 16 Jahren Unterbrechung, sollte der Gast− und Hotelbetrieb wieder aufgenommen werden. Dazu galt es, vom Einsturz gefährdete Mauern zu erhalten, Gewölbe, Lärchenholzböden, Wand− täfelungen und Türen zu restaurieren.
Wie ein Juwel erstrahlt die alte gotische Gaststube heute im neuen Glanz, als wären 500 Jahre Zeitgeschichte spurlos an ihr vorüber gezogen. Viele lange Tage hat der Hausherr selbst damit zugebracht, um die alten gotischen Wandtafeln vorsichtig vom Zigarettenteer der vergangenen Jahrzehnte abzuwaschen und ursprünglich zu erhalten. Die Ausstattung der Zimmer und Suiten überzeugen wirklich jeden Gast. Das Interieur fügt sich mit einer kühlen Moderne in alte Mauern, Gewölbe, alte Holzböden und Türen. Eine perfekte Mischung aus Alt und Neu.
Die holzgetäfelte Renaissance−Suite „Franz“ ist das Glanzstück der Gästezimmer und an Romantik nicht zu übertreffen. Die Suite überrascht mit einem großen Bad, ebenfalls in Rot, in dem renaissancezeitliche Fresken die Wände schmücken. In dieser Suite des ehemaligen gotischen Gasthofes werden die Träume versüßt.
Den Romanzebucher erwartet nach einem "Gute−Nacht−Glaserl" zum Abendausklang eine romantische Badatmosphäre. Feuerzauber, vom Rösslteam für verliebte Paare arrangiert. Für die Langschläfer gibt es am nächsten Morgen ein Champagner−Frühstück mit Roomservice in der Suite. Man fühlt sich einfach nur gut und genießt.

Aber, da ist ja noch viel mehr… Almen, Natur, Abenteuer und Kultur. Alles im nahen Umkreis leicht auf einer Wanderung zu erreichen oder mit dem Fahrrad. Ein Fußmarsch von nicht ganz vier Stunden ab dem Rössl bringt einen über den Jakobsweg direkt in die nahe Schweiz, ins Münstertal. Hier sollte man sich unbedingt die Zeit nehmen und das UNESCO Weltkulturerbe, den Convent St. Johann besichtigen. Die karolingische Klosteranlage geht zurück auf die Zeit um 800. Wer noch gut zu Fuß ist kann den Rückmarsch bergab in gut drei Stunden bewältigen oder bequem mit dem Linienbus zurückfahren.
Eine Empfehlung für eine kurze Abendwanderung gleich ab Rössl (ca. 40 Minuten) wäre der Weg durch Lichtenberg hinauf auf den Hügel von Pinet. Das romanische Kirchlein St. Christina auf Pinet ist ein Platz der Ruhe. Einen herrlichen Ausblick über die Etschauen kann man gemütlich auf einer Ruhebank genießen und in die warmen Farben des Sonnenuntergangs eintauchen. Hier kann die Seele baumeln, Blicke zur imposanten Churburg gegenüber inbegriffen.
Wer sich für einen Aufenthalt im Weissen Rössl interessiert, kann sicherlich mehr über das Rössl und seine zauberhafte Umgebung auf der Internetseite www.weisses−roessl.bz.it erfahren. Wenn Sie lieber Leser ins Rössl fahren, dann sagen Sie dem Rösslteam ganz liebe Grüße von mir, der Bergfee. Vielleicht treffen wir uns ja auch mal im Rössl bei einem Glaserl Südtiroler Roten an der Rösslbar, in der ehemaligen Räucherküche und tauschen unsere Vinschgau−Erlebnisse aus. Wir werden jedenfalls wieder ins Weisse Rössl fahren – ganz sicher schon bald!

Die Bilder unten zeigen das Kloster St. Johann, einen Blick auf St. Christina auf Pinet und die Churburg gegenüber vom Weissen Rössl. Das Bild ganz oben rechts ist übrigens der 3−Loch−Golfplatz unter den 300−Jahre alten Palapirnbäumen. Palapirnen gibt es nur noch im Vinschgau − im September sind sie reif und sie sind sehr gesund! Man spricht vom "gesunden Gold des Vinschgaus".
Diesen Artikel empfehlen bei:
 
  Kommentare  
Es sind noch keine Kommentare vorhanden. Um diesen Artikel zu kommentieren und zu bewerten, melden Sich sich einfach an.
Wir übernehmen keinerlei Verantwortung für enstandene Schäden beim Befolgen des Inhalts der Themen, Anleitungen oder Tipps.
home
  Login  
 
  Top24  
IMPRESSUM NUTZUNGSBEDINGUNGEN KONTAKT